01.07.2023

20 Jahre KMZ

Seit 2003 haben wir viele technische Wendepunkte der Kassenwelt erlebt und mitgestaltet – und feiern in diesem Jahr 20 Jahre KMZ Kassensysteme. Hier werfen wir einen kleinen Blick auf unsere Meilensteine: von den ersten Schritten im Kassengeschäft über Payment-Lösungen bis hin zur Zukunft des POS.


Die ersten elektronischen Kassensysteme für Bäckereien

Vor 25 Jahren eröffnete sich Bäckereien eine neue Welt. Der Taschenrechner wurde gegen ein elektronisches Kassensystem eingetauscht. Peter Kaierle betreute Bäckereien bei der Firma K&C mit Kassensystemen und brachte als ehemaliger Bezirksleiter von Herrmann von der Alp und Lieken Urkorn viel Verständnis für die Anforderungen von Bäckereien mit. Sascha Kaierle und Murat Zorlu absolvierten bei K&C die Ausbildung als Techniker. Als K&C verkauft werden sollte, begann der Schritt in die Selbstständigkeit mit den Themen, die sie beherrschten – Kassensysteme und Bäckerei – und sie betreuten die Kunden der Branche nahtlos weiter.

Unternehmensgründung im Hobbykeller

Dank Peter Kaierles Engagement und dem Glauben, dass das eigene Unternehmen funktionieren wird, wurde aus dem Hobbykeller ein Büroraum mit vier Arbeitsplätzen. Am 01.07.2003 begannen wir als KMZ Kassensystem GmbH zu arbeiten. Das Bon-Rollen-Lager war die Garage. Bon-Rollen wurden damals noch persönlich ausgeliefert. Der Zeitpunkt in der Wirtschaftskrise war alles andere als eine gute Voraussetzung. Doch nach 18 Monaten haben wir unseren ersten Mitarbeiter eingestellt. Wir gingen davon aus, dass unser Unternehmen in der Zukunft maximal fünf Beschäftigte haben wird. Das verlief dann doch etwas anders.

Die Zeit der Kinderschuhe für die elektronische Kassenwelt

Damals hieß es, „Kassen verkauft man in Kilo“, weil die Systeme sehr groß und schwer waren. Die Industrie 3.0 hielt Einzug und bereitete Automatisierung und Vernetzung mit Elektronik und IT vor. Analoge Modems ermöglichten es, Daten und Preise von der Zentrale abzurufen. Das waren neue Entwicklungen dieser Zeit und die Kassensysteme von Vectron waren dabei sehr weit vorn. KMZ hat intensiv verfolgt, wie die Daten weiterverarbeitet werden können – in Form von Schnittstellen zu ERP und Zeitwirtschaft, zum Beispiel zu TURBOback und Gribs. Auch Schnittstellen zu anderen Systemen wurden erarbeitet. Etablierte große Familienunternehmen gleich vor unserer Haustür zählen zu unseren Kunden, vertrauen auf unsere Arbeit und planen mit uns zusammen ihren Weg.

KMZ Kassensysteme: Branchenbekanntheit steigt

Das hat sich in der Branche rumgesprochen und wir wurden über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus in ganz Deutschland als einer der ersten branchenspezifischen Kassenhändler weiterempfohlen. Als die iba zum letzten Mal in Düsseldorf stattfand, konnten wir die Bäckerei Wiedemann als Kunden gewinnen. Das war ein großer Erfolg. Aufgrund der Bekanntheit von Peter Kaierle kombiniert mit der Vectron-Expertise gewannen wir viele Kunden auch im norddeutschen Raum – sowohl im Bäckerei- als auch im Gastronomieumfeld.

Wichtiges Argument: Kassenservice vor Ort

Zur Zeit der Gründung waren Kassenlösungen sehr hardware-lastig. Kassensysteme, Schubladen, Waagen. Der Service vor Ort und die Reaktionszeiten bei Defekten oder Ausfällen waren unglaublich wichtig. Es kamen immer mehr Kunden bundesweit hinzu. Wir wussten, wir können das nur erfolgreich meistern, wenn wir in allen relevanten Regionen Support und Service gewährleisten. Als Erstes eröffneten wir eine Niederlassung in Darmstadt im Jahr 2007– in der Nähe des damals größten Kunden K&U mit 1.400 Kassensystemen. So sind wir organisch und strategisch mit Kundenaufträgen gewachsen. Auch im norddeutschen Raum kamen weitere Kunden hinzu. Wir haben nach Spezialisten für die Zusammenarbeit gesucht und sie über Vectron gefunden. 2010 gründeten wir die erste KMZ Tochterfirma KMZ Nord GmbH.

Vernetzung und Digitalisierung gewinnen an Bedeutung

In dieser Zeit nahmen Vernetzung und Digitalisierung an Bedeutung zu. Im gleichen Jahr wurde das erste internetbasierte Kundenbindungssystem bonvito im Bäckereimarkt eingeführt. Als ersten Kunden in Deutschland statteten wir die Bäckerei Keim damit aus – die Implementierung dauerte ein ganzes Jahr. Das filialübergreifende System für elektronische Kundenkarten war eine Neuheit, mit der wir uns intensiv beschäftigten. Damit hatten wir einen Wissensvorsprung, der zum weiteren Erfolg beigetragen hat. Der Invest in das Wissen und der Glaube, dass diese Technologie langfristig erfolgreich sein kann, waren von großer Bedeutung. Auch für die Gastrowelt war bonvito sehr relevant. Dieser Meilenstein unterstützte unsere Bekanntheit und war gleichzeitig der Startschuss dafür, dass die Kasse nicht mehr nur zum Kassieren genutzt wurde, sondern Unternehmen in Richtung Endkunden dachten. 2012 folgte die Gründung unseres Standorts in München mit der KMZ Kassen Buch GmbH. 2015 wurde schließlich der fünfte Standort in Hamburg als KMZ Kassengroßmarkt Hamburg GmbH eröffnet, mit dem die Expertise und die Gemeinschaftlichkeit für Bäckereien und Gastronomie weiter ausgebaut wurde.

Startschuss Payment: Ohne Kartenzahlung geht’s nicht

Im Juni 2015 bezogen wir unser neues Firmengebäude im Hechinger Gewerbegebiet „Linsenäcker“ –hier haben alle mitangepackt, um ohne Unterbrechung wieder im Einsatz zu sein. 2015 bot nebenbei noch einen weiteren Meilenstein. Mit dem neuen Standort Hamburg kamen viele Filialen hinzu und das Thema bargeldlose Zahlungen wurde immer interessanter. Wir haben darin großes Potenzial für die Kunden gesehen, sehr wichtig für den Kassenplatz. So gründeten wir die KMZ Payment GmbH . Das Thema in der Gastro-Branche anzubieten, war einfach. Für Bäckereien haben wir gleichzeitig Konditionen erarbeitet und etabliert, die Kartenzahlungen im Micro-Payment-Bereich, also Zahlungen unter 20 Euro, attraktiv machten. Heute betreuen wir 7.500 Terminals.


Kassensysteme: Cloudbasierte Technologie auf dem Vormarsch

Neben Vectron, Bonvito und den Payment-Lösungen kam 2016 das PC-Kassensystem copago hinzu. Wir richteten uns mit dieser cloudbasierten Technologie neu aus, die aus unserer Sicht das Potenzial bot, den Strukturwandel in Bäckerei, Gastronomie und Handel zu formen und langfristig zu begleiten. Drei Säulen von copago waren überzeugend: Eine Usability, stark angelehnt an Smartphone und Tablet, die Einfachheit der bildlichen Darstellung, auch beim Einrichten und Verwalten im Backend, plus die rein cloudbasierte Technologie – etwas völlig Neues auf dem Markt. Mit copago starteten wir in einer Zeit, in der durch Fiskalisierung und TSE-Pflicht grundsätzlich viel in der Kassenwelt passierte. Wir programmierten für copago Schnittstellen im Hintergrund zu allen relevanten Anwendungen.

Ab dem Jahr 2019 wurde für den gastronomischen Bereich das Produkt APRO aufgenommen. Es bietet Digitalisierungs- und Vernetzungsmöglichkeiten für Restaurants, Hotels und Systemgastronomie wie Self-Ordering, Küchenmonitor-Anbindung und Online-Shop.

Entwicklung des POS: Wenn die Kasse mehr kann als nur Kassieren

Die Cloudtechnologie von copago bereitete unsere nächsten Schritte vor. Damit ist es kein Problem mehr, ein Netzwerk aus einer oder 2.000 Kassen zu bauen. 2021 gingen wir mit der App get2go an den Start und brachten die Kundenkarte auf das Smartphone – genauso wie unbegrenzte Möglichkeiten der Kundenbindung. 2022 launchten wir weChallenge für die Verkaufsförderung – als Emura, ein Joint Venture mit impraxi und copago. Die Themen rund um die Kasse werden immer vielfältiger und das Kassensystem kann durch die cloudbasierte Technologie für viel mehr genutzt werden als für das reine Kassieren.

Wir bedanken uns bei allen, die unseren Weg in den 20 Jahren begleitet haben, und bei unseren Kunden, die ihr Vertrauen in uns investieren. Die meisten Entscheidungen würden wir wieder genauso treffen. Unsere Arbeit macht jeden Tag Spaß und wird durch neue Themen und Ideen nicht langweilig. Wir beschäftigen uns auch in Zukunft mit Innovationen und leben Kommunikation auf Augenhöhe.

Sascha Kaierle und Murat Zorlu
Geschäftsführer KMZ Kassensystem GmbH

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