04.03.2021

Cloud-basierte TSE weiterhin Zukunftsmusik

Grundsätzlich gilt das Prinzip der Technologieoffenheit. So haben Bäckerei, Handel und Gastronomie die freie Wahl, ob sie sich für eine hardware-basierte oder eine cloud-basierte TSE-Lösung entscheiden. Manch Unternehmer möchte die Cloud-Variante abwarten, doch bis heute gibt es kein final zertifiziertes TSE-Cloud-System. Ist die cloud-basierte TSE weiterhin nur Zukunftsmusik?

Warten auf die cloud-basierte TSE

Das BSI hat jüngst neue Vorgaben an die Anwenderumgebung gestellt. Die Neuerungen betreffen alle cloud-basierten TSE, die sich im Zertifizierungsverfahren befinden. Derzeit ist noch offen, ob und wann die Cloud-TSE-Anbieter die neuen Anforderungen umsetzen können und was das für die Vorbereitung der Kassensysteme bedeutet. Daher heißt es vorerst noch: Warten.

Endspurt TSE-Frist

Seit dem 01.01.2020 müssen elektronische Kassensysteme über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen. Am 31. März 2021 endet die TSE-Fristverlängerung der Kassensicherungsverordnung, die unter bestimmten Voraussetzungen in allen Bundesländern außer Bremen gilt. Es bleiben also noch knapp sechs Wochen, um eine finale Einrichtung abzuschließen. Falls ein Kassensystem nicht oder nicht richtig durch eine TSE gesichert ist, sieht das Gesetz ein Bußgeld von 25.000 € vor.

TSE: Hardware oder Cloud?

Wir empfehlen die hardware-basierte TSE. Denn abgesehen von der fehlenden Zertifizierung und den rechtlichen Unklarheiten wurden bisher keine konkreten Preise festgelegt, die seitens der TSE-Anbieter zusätzlich monatlich oder jährlich für die Cloud-Nutzung anfallen. Die Hardware-Variante bietet Rechtssicherheit und Kostentransparenz.

Egal ob hardware-basierte oder eine cloud-basierte TSE-Lösung: Die TSE-Software verschlüsselt jeden Arbeitsschritt der Kasse und übergibt die Daten verschlüsselt an die Kasse zurück. Zusätzlich speichert die TSE die Vorgänge in kumulierter Form. Beide Aufzeichnungen der Kassendaten, also das DSFinV-K Datenformat aus der Kasse sowie die Daten der TSE, müssen bei einer Prüfung abgegeben werden, damit die Stimmigkeit geprüft werden kann.

Meldepflicht Online-Plattform

Immer noch nicht konkretisiert ist die Kassenmeldepflicht. Im Gespräch ist eine Onlineplattform, wo Kassen (und die zugehörige TSE) an das Finanzamt gemeldet werden können, inklusive Informationen pro Kassenstandort.

Weitere News

Endspurt: TSE schon eingerichtet?

Am 31. März 2021 endet die TSE-Fristverlängerung. Es bleiben noch knapp zwei Monate, um eine finale Einrichtung abzuschließen....

Weiterlesen …

Vereinte Nord-Power

Know-how-Transfer: Die KMZ Standorte Bremen und Hamburg haben zum 1. August 2020 fusioniert und treten als KMZ Kassensysteme Nord AG auf....

Weiterlesen …

Terminals für bargeldlose Zahlungen

Wir beobachten die aktuelle Situation genau und leisten unseren Beitrag zur Verlangsamung und Eindämmung von Covid-19. Gleichzeitig stellen wir si...

Weiterlesen …